Ausflugsziele

 

Unsere wunderschöne Landschaft lädt zum Entdecken ein.

 

Der Borberg

Bild BorbergZu den beliebtesten Wanderzielen der Briloner und vieler Urlauber gehört der 5,5 km südlich der Stadt gelegene Borberg, ein geschichtsträchtiges Stück Erde mit weitem Ausblick auf Berge, Täler und und Dörfer, Schauplatz einer 2.000-jährigen Siedlungsgeschichte.

Die Borbergterrassen mit ihren Wällen, Gräben und Hügeln erregen die Aufmerksamkeit des Besuchers. Die ältesten Erdwälle stammen nach dem Befund mehrfacher Spatenforschung aus der Zeit um Christi Geburt, als germanische Stämme auf die Kelten stießen. In der Zeit Karls des Großen (8./9. Jahrhundert) wurden die Befestigungsanlagen als Mauerburg erneuert. Vermutlich dienten sie fränkischen Truppen als Etappenstation. Ausgrabungen um die Jahrhundertwende ließen Grundmauern sichtbar werden, die als Überreste einer Kirche darauf hindeuten, dass der Borberg schon in frühmittelalterlicher Zeit ein kirchlicher Mittelpunkt war, vielleicht sogar die älteste Missionsstation der nahen Umgebung. Im 10. Jahrhundert war die Burg im Besitz der Haholte, die in Geseke ansässig waren. Später kam der Borberg mit seiner Waldmark dann in den Besitz der Stadt Brilon. Nach einem Bericht des Kölner Generalvikars aus dem 17. Jahrhundert besaß die Stadt auf dem „Borrenberge“ eine Grafenburg und ein kleines Nonnenkloster. Bei neuen Ausgrabungen wurden das Tor und die Fundamente einer Kapelle und eines Friedhofs aus dem 13. Jahrhundert freigelegt. Schautafeln erläutern Besuchern und Wanderern die Anlage.

Bild Marienkapelle Borberg BrilonAm höchsten Punkt findet man die Friedens- bzw. Marienkapelle. Im Herbst 1923 fasste der Sauerländer Heimatbund den Entschluss, auf der Klippe des Borbergs eine Kapelle zu errichten. Die Kapelle sollte in jener unruhigen und hasserfüllten Zeit ein Mahnmal des Friedens und Zeugnis aktiver Friedensliebe sein. Der Aufruf fand im gesamten Sauerland unerwartet so massive spontane Unterstützung, dass der Vorsitzende des Sauerländer Heimatbundes, Vikar Franz Hoffmeister, bereits im Oktober 1924 den Grundstein legen konnte. Am Himmelfahrtstag 1925 erlebten fast dreitausend Besucher die Einweihungsfeierlichkeiten mit der von Johannes Hatzfeld gehaltenen Festpredigt. In den folgenden Jahren war der Borberg wiederholt Begegnungsstätte mit französischen Freunden und Jugendgruppen, die – ihrer Zeit weit voraus – in einer deutsch-französischen Freundschaft die Voraussetzungen für einen europäischen Völkerfrieden erkannt hatten. Von der Kapelle aus genießt man einen wunderschönen Panoramablick auf Olsberg und die Sauerländer Bergwelt rundum.


Almequellen

Das idyllische Mühlental mit den Almequellen ist von einer seltenen landschaftlichen Schönheit und steht unter Naturschutz. Die Almequellen sind darüber hinaus mit ihren mehr als 100 Einzelflüssen eine der stärksten und saubersten Quellschüttungen Deutschlands.
Almequellen
Grundlage für die Entstehung eines der größten deutschen Quellgebiete ist die Briloner Hochfläche, die aus Massenkalk besteht. Hier begegnet man dem Phänomen des Bachschwindens, d.h. die Bäche und Flüsse fließen überwiegend unterirdisch. Die Almequellen liegen an der nördlichen Grenze der Hochfläche, an deren tiefstem Punkt. Deshalb treten hier die zahlreichen Wasserläufe zutage und bilden dieses einzigartige Quellgebiet.



Diemelsee

Der nahgelegene Diemelsee ist ein Wassersportparadies. Ob Schwimmen, Segeln, Surfen, Rudern oder Elektrobootfahren - all das ist am Diemelsee, der eine Wasserfläche von 166 km hat - möglich. Die Ufer sind für jedermann frei zugänglich. Der Bereich des Strandbads in Diemelsee-Heringhausen, mit Wasserrutsche und vielen Kinderspielgeräten, ist ebenfalls frei zugänglich.




 

Geschichte der Diemeltalsperre

Die Diemeltalsperre wurde 1924 fertiggestellt. Anlaß ihrer Errichtung war - wie auch bei der Edertalsperre - der Bau des Mittellandkanals.

Die Talsperren hatten in Zeiten niedriger Wasserführung der Weser das in Minden zu entnehmende Speisungswasser für den Kanal zu liefern.

Bild: Surfen am Diemelsee

Darüber hinaus verbesserte das Wasser der beiden Talsperren auf seinem rund 250 km langen Weg nach Minden die bei Niedrigwasser extrem schlechten Fahrwasserverhältnisse der Oberweser.

 

Nachdem zum Ende der sechziger Jahre die Kanalisierung abgeschlossen

wurde, war eine weitere Entnahme von Speisungswasser aus den Talsperren für den Mittelland-Kanal nicht mehr nötig. Die Wasserabgabe der Talsperren richtete sich nun ausschließlich nach den Bedürfnissen der Oberweserschifffahrt. Neben dem Hochwasserschutz für das Diemeltal dient die Talsperre heutzutage in verstärktem Maße Freizeitzwecken.

 


 

Aussichten

Natur so weit das Auge reicht.


Herrliche Aussichten über die Sauerländer Bergwelt lassen sich von vielen Stellen im Feriengebiet entdecken. So zählt  die Passage des Rothaarsteigs (gemeinsam mit dem Briloner Kammweg) über den Ginsterkopf und Haberg zu den attraktivsten, aussichtsreichsten Teil des gesamten Rothaarsteiges. Der Borberg, die Rösenbecker Egge, Huckeshohl, der Plattenberg, die Straße von Hoppecke nach Bontkirchen bieten ebenfalls faszinierende Fernblicke. Hier ist allerdings die Aufzählung der Aussichten noch lange nicht zu Ende.



Dinosaurierfunde

Im Jahre 1978 wurden in Brilon-Nehden in einem ehemaligen Steinbruch erstmalig Fossilien der Dinosauriergattung Iguanodon (Leguanzähner) gefunden. Während der weiteren dreijährigen Grabungszeit konnten hier nahezu 1500 Knochen und Knochenfragmente geborgen werden. Neben den Saurierfunden wurden auch Fossilien anderer Tiere wie Schildkröten, Fische oder Krokodile geborgen und bestimmt. Von großer Bedeutung waren besonders die Skelettreste von Jungtieren, denn bis zu diesem Zeitpunkt war keine andere Stelle mit derartigen Knochenfunden bekannt. Das Material erlaubte erstmals die Rekonstruktion eines Saurier-Jungtieres von etwa 2,5 m Länge.

Die Schichtflächen der fossilführenden Tone waren oft von schwarzen, kohligen Pflanzenresten, sogenannten Hackseln, erfüllt. Dieses pflanzliche Material wurde intensiv mit Hilfe eines Raster-Elektronenmikroskops untersucht, wobei Aufnahmen bis zu 30.000-facher Vergrößerung hergestellt werden konnten. Mittels Analyse der kleingestückelten oder zerriebenen Pflanzentrümmer konnte so das Vegetationsbild eines Stückes Sauerland vor 100 Millionen Jahren aufgezeigt werden.

Im Stadtmuseum erinnert das Skelettmodell eines Jungtieres des Leguanzahn-Dinosauriers Iguanodon daran, dass unweit von Brilon die berühmte Dinosaurierfundstelle Nehden liegt. Zusätzlich zu den Skelettresten der Leguanzahn-Dinosauriern kamen je ein Knochen von einem Gazellen-Dinosaurier und einem Raub-Dinosaurier zum Vorschein. Diese Funde stammen aus der Kreidezeit vor mehr als 120 Millionen Jahren.

Öffnungszeiten:

dienstags bis freitags 15 bis 17 Uhr
donnerstags bis samstags auch 10 bis 12 Uhr


Bachschwinden

Bild BachschwindenDas Kalkmassiv der Briloner Hochfläche ist von vielen Klüften durchzogen. Die Niederschläge versickern darin und fließen dann unterirdisch ab. So haben sich auch nur einige wenige schwach eingesenkte Talformen entwickelt, die zudem fast ständig trocken liegen. Permanent fließende Gewässer gibt es nicht. Denn sobald die Bäche aus den umliegenden Bergen die Briloner Hochfläche erreichen, verschwinden sie plötzlich.

Die zum Teil 10m in die Hochfläche eingesenkten Schwalgen oder Bachschwinden lassen sich fast überall genau lokalisieren. Die versinkenden Bäche haben bei den Schwalglöchern Talschlüsse gebildet, die nicht selten die Form bachaufwärts geöffneter Amphitheater aufweisen. Bei starken Niederschlägen oder bei Schneeschmelze vermögen sie das Wasser bisweilen nicht zu fassen und es kommt zu Aufstauungen. Für kurze Zeit bilden sich dann kleine Seen.


 

Rösenbecker Höhle

Die Rösenbecker Höhle ist eine geowissenschaftlich bedeutende Großhöhle im Naturraum Sauerland, die nicht touristisch erschlossen ist und somit auch nicht öffentliche zugänglich ist. Sie wird auch Höllenloch oder Ziegentempel genannt und liegt auf der Briloner Hochfläche im Massenkalk des oberen Mitteldevon. Es handelt sich um eine Großhöhlevon 1.350m Länge mit langen Gängen und geräumigen Hallen sowie Tropf- und Sickerwasser.

Sie liegt am Südrand eines feldgehölzartigen älteren Laubwaldbestandes, der sich über den nördlichen Teil der Höhle erstreckt. Es handelt sich um einen felsklippenreichen Waldmeister-Buchenwald. Im Südosten des Höhleneingangs befindet sich ein Schwalgloch. Das Umfeld wird von Grünland eingenommen, das überwiegend intensiv genutzt wird.

Sie zählt zu den bedeutenden und seit langem regelmäßig aufgesuchten Fledermauswinterquartieren im Sauerland. Bis Anfang der 80er Jahre wurden 7 Arten nachgewiesen, u. a. Teichfledermaus, Fransenfledermaus, Kleine Bartfledermaus. Subfossile Knochenfunde belegen die traditionelle Nutzung dieses Quartiers durch Fledermäuse. Vorrangige Schutzmaßnahmen sind der Erhalt der als Naturdenkmal (ND) ausgewiesenen Höhle und ihrer Umgebung.